Futterboote - Geh am Wasser Spielen

Futterboote mit Funk-Echolot lassen auf der Suche nach einem geeigneten Spot ganze Gewässer ausloten, eine GPS Steuerung sorgt dafür, dass der gefundene Spot auch bei Dunkelheit präzise angesteuert wird.

  • Futterboote im Test

    Perfekt. Das X-Jet Futterboot liegt sagenhaft im Wasser und lässt sich präzise steuern.

  • Futterboot mit Krautschutz

    Auch im Kraut und Hindernissen lässt sich das Futterboot noch gut manövrieren.

  • Antrieb für Futterbotte

    Auch mit voller Ladung kommt das Futterboot schnell in Fahrt.

  • Steuerung des Fuuterboots

    In den Kurven kann man die Kraft der Motoren sehen.

Testbericht: Carp Mirror testet X-Jet Futterboot

Made in Germany – gibt es das wirklich noch? Als Angler hat man sich längst an den asiatischen Hintergrund seiner Geräte, Zelte und des Zubehörs gewöhnt. Die Qualität ist oft sehr gut und eine europäische oder deutsche Fertigung wäre unbezahlbar. Stimmt das?

Präzises Karpfenangeln mit Futterboot

Schon ein Basismodell reicht aus, um Futter und Montagen präzise auf Distanz und an schwer zugänglichen Spots platzieren. Futterboote wecken nicht nur das technikbegeisterte Kind im Mann, sie machen unser Angeln einfacher und bequemer.

Futterboot im Test

»Mit dem X-Jet aus dem Hause Carp-Madness gehören Zickzack-Kurse auf den Spot der Vergangenheit an.« Test Carp Mirror (4/2013)

Futterboot Testbericht von Carp Mirror

„Futterboote 100 % Handbuild in Germany“ – damit wirbt der niederbayerische Futterboothersteller Carp-Madness, der eine Serie von 4 Futterbooten als Bausatz (ab 399.-) bis hin zum fertig montierten Topmodell (€ 2299.-) anbietet. Wer heute die Anschaffung eines Futterbootes plant, schaut in erster Linie auf den Preis, denn für sein Geld will man natürlich das Meiste bekommen.

Das Meiste kann aber nicht gleichzeitig auch das Beste sein und oft sind es unscheinbare und kleine Details, die am Ende den großen Unterschied machen. Nachdem ich die sehr übersichtliche und gut gestaltete Internetseite des Herstellers www.carp-madness.de studiert hatte, galt mein Interesse dem Modell X-Jet. Carp-Madness-Inhaber Dipl. Ing. Markus Käsbeck kam meiner redaktionellen Anfrage nach und stellte mir das fertig montierte Modell für einen Praxistest zur Verfügung.

Lieferumfang und technische Spezifikationen der Carp-Madness Boote ließen einiges erwarten und so freute ich mich schon, dass unser Testmodell inklusive einer passenden Transporttasche, bei der in 4 aufgesetzten Front- und Seitentaschen auch das Zubehör verstaut werden kann, geliefert wird.

Da steht es nun in seiner ganzen Pracht einer dreidimensionalen Carbon-Optik, aber bevor ich mich dem dreitägigen Praxistest übers Pfingstwochenende widme, schauen wir uns die Details an. Das X-Jet Modell ist als Bausatz (€ 699.-) und fertig montiertes Modell (€ 899.-) erhältlich. Ein Katamaran-Rumpf ist die beliebteste Variante bei Futterbooten, er sorgt für Stabilität und dafür, dass sich die beiden Antriebe, Akkus und Steuerung darin unterbringen lassen.

Wer sich das X-Jet etwas genauer ansieht, dem wird sofort der stumpfe Winkel der beiden Rümpfe auffallen. Üblicher Weise besitzen Katamarane eine spitze Rumpfform, die leicht durchs Wasser schneidet und für Geschwindigkeit sorgt, aber zu Lasten der Spurstabilität geht. Mit dem X-Jet will man aber keine Rennen gewinnen, sondern Futter und Montage ohne Zickzack-Kurs auf den Angelplatz befördern.


Transport

Durch den Tragegriff extrem leicht zu transportieren.

Futterschacht

Das Befüllen des Futterboot ist ein Kinderspiel.

Futterluke

Durch die große Futterluke bleibt nichts im Boot zurück.

Antrieb

Von hier kommt die Power während der Fahrt.

Funk-Echolot

Der Sender für das Echolot kann einzeln geschaltet werden.

Futterboot Rumpf aus starkem Kuntsstoff

Die Konstruktion des aus 5 mm starkem ABS Kunststoff gefertigten Rumpfes ist extrem stabil. Verstärkungen an besonders beanspruchten Stellen, solide Gitter an den Ansaugkanälen der Jet-Antriebe und vorausschauend vorbereitete Position für nachträgliche Erweiterungen, wie z.B. ein Funk-Echolot, hinterlassen einen imposanten Eindruck.

Ein Blick ins Innenleben der beiden Rümpfe und man kommt ins Schwärmen. Hochwertige und sauber angeordnete Elektronik-Komponenten, Servo-Steuerungen und eine ordentliche Kabelverlegung fallen ebenso ins Auge wie die seitlich angebrachten Aluminiumhalterungen für die beiden Akkus. Ach ja, statt schwerer und unhandlicher Blei-Akkus werden hochwertige LiPo-Akkus mit einer Leistung von 20.000 mA/h verwendet, die für bis zu 3 Stunden Fahrzeit sorgen.

Für mächtig Dampf sorgen zwei 28 mm große kugelgelagerte Jets einer sehr bekannten Rennsportmarke, die von wellengelagerten und sehr leistungsstarken Industriemotoren angetrieben werden. Übersichtlich auf dem Deck angeordnet sind ein hochwertiger Antennenanschluss für das Funk-Echolot sowie Schalter und Kontrollleuchte. Der Ein/Ausschalter befindet sich am Heck vor den beiden Release-Kupplungen, zwischen denen sich eine digitale Anzeige befindet, die gut sichtbar ist und jederzeit über den Ladezustand der Akkus informiert. Für eine störungsfreie Verbindung zwischen Boot und Angler sorgt eine mit modernster Elektronik ausgestattete 6-Kanal-Funktechnik mit großem LCD-Display, die sämtliche Befehle verschlüsselt überträgt.

Beladung: Bis zu 4Kg Baits passen in die Futterboot Kammer

Wie bei Katamaranen üblich, sitzt die Futterkammer zwischen den beiden Rümpfen. Mit einem Fassungsvermögen von 4 Litern, wahlweise als Ein- oder Zweikammersystem erhältlich, bietet das Modell die Möglichkeit, eine ordentliche Ladung auf dem Spot zu platzieren. In der Praxis spiegeln sich die zuvor erkannten Details dann spürbar deutlich wider. Bereits bei der ersten Leerfahrt machen sich die Form des Rumpfes und die gute Balance des Bootes in einer perfekten Geradeausfahrt deutlich.

Der stumpfe Winkel des Rumpfes drückt die Bugwelle weit nach außen, wodurch die Sogwirkung im Heck reduziert und der Geradeauslauf durch die beiden verlängerten Finnen unterstützt wird. Vollgas geht es über Krautbänke, mitten durch abgestorbenes Kraut und entlang an Schilfbänken. Unbeeindruckt der Einflüsse setzt der Antrieb seine Arbeit fort, die Lenkung ist exakt und erfordert selbst bei sehr wendigen Manövern keine Korrekturen.

Wendige Jet-Antriebe sorgen für Wendigkeit des Futterboots

Das hohe Drehmoment der Motoren ist spürbar, die Wendigkeit der Jet-Antriebe überwältigend – aber wie sieht es beladen aus? Beladen mit einem Kilogramm feinster Boilies geht’s auf die nächste Runde. Das X-Jet scheint vom zusätzlichen Gewicht unbeeindruckt, lediglich die Bugwelle verrät, dass etwas mehr Ballast an Bord ist. Meine weiteren Runden drehe ich mit 2 kg Boilies an Bord, dann mit 3 kg. Der einzige und völlig normale Unterschied – mit zunehmendem Ballast liegt das Boot tiefer im Wasser, die Fahrleistungen werden Dank der kräftigen Motoren nicht nennenswert beeinflusst.

Wo ist das Limit? Die Futterkammer ist gnadenlos überfüllt, mit deutlich über 4 kg Baits steuere ich an Hindernissen vorbei auf einen entfernten Spot zu. Selbst als das übertrieben überladene Futterboot kurz unter den Wellen verschwindet, man hat stets ein gutes Gefühl. Der Reichweitentest ist immer eine Herausforderung. Nicht selten sterben hier die Angaben hoher Reichweiten durch einen naheliegenden Fernmeldemast und überhängende Starkstromleitungen gnadenlos ab. Auch wenn ich witterungsbedingt das Futterboot kaum noch mit bloßem Auge wahrnehmen kann, ich erreiche damit mühelos das rund 800 m entfernte gegenüberliegende Ufer genau an der zuvor festgelegten Position. Ja, ich weiß, kaum einer wird sein Futterboot dermaßen überladen oder eine Fahrt ins Ungewisse antreten – aber schön zu wissen, dass man es kann.

Fazit: So urteilt Carp Mirror zum X-Jet Futterboot

Mein Fazit: Mit dem X-Jet aus dem Hause Carp-Madness gehören Zickzack-Kurse auf den Spot der Vergangenheit an. Das Testmodell überzeugt durch Stabilität und ausgezeichnete Fahrleistungen im leeren und beladenen Zustand. Das wahlweise in Schwarz oder Carbonoptik erhältliche Modell besitzt einen soliden Rumpf und eine nicht weniger solide Bauweise, die auch bei rauem Einsatz über Jahre für Freude am Wasser sorgt. In punkto Verarbeitungsqualität macht sich „Handbuild in Germany“ einmal mehr deutlich. Alle Komponenten sitzen bombenfest und ordentlich positioniert in den beiden Rümpfen, herumbaumelnde Kabel – Fehlanzeige.

Dass der Hersteller großen Wert auf Qualität und Kundenzufriedenheit legt, machen die beim Futterboot verwendeten Marken-Bauteile, 7 Jahre Garantie auf den Futterboot-Rumpf und 5 Jahre Garantie auf die Komponenten (Akkus ausgenommen) deutlich. Über Pfingsten hatte ich das Futterboot eine knappe Woche im Dauereinsatz. Dauerregen und der übliche auftreibende Uferschlamm haben das Futterboot nicht beeindruckt. Mit einem Akku-Pack erreichte ich knapp 3 Stunden Betriebsdauer – die leeren Akkus waren in knapp 2 Stunden wieder randvoll geladen.